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Großbrand am Lüneburger Stintmarkt fordert über 500 Einsatzkräfte

Großbrand am Lüneburger Stintmarkt fordert über 500 Einsatzkräfte

02.12.2013 20:55
Quelle: roe

roe. In den frühen Morgenstunden gegen 3:40 Uhr wurde die Lüneburger Feuerwehr zu einem Feuer an den Stintmarkt gerufen. Einsatzleiter Peisker erhöhte zügig auf Vollalarm für alle Lüneburger Feuerwehren.

 

Augenzeugenberichten zufolge gab es einen lauten Knall im Gebäude. Das Haus in dem sich ein Irish Pub sowie ein beliebtes italienisches Restaurant sowie Wohnungen befanden, brannte fast vollständig aus und droht einzustürzen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen an beiden Gebäudeseiten meterhoch aus den Fenstern. Unverzüglich wurde ein Innenangriff vorgenommen, die Räume auf Personen kontrolliert. Die Anwohner hatten sich glücklicherweise unverletzt ins Freie retten können. Auch der angrenzende Hotelkomplex musste aufgrund der starken Rauchentwicklung umgehend geräumt werden. Der umsichtige Nachtportier hatte hierzu schon Vorkehrungen getroffen und die ersten Gäste aus dem Hause gebracht. Die Feuerwehr unterstütze. Mehrere Verpuffungen hielten die Einsatzkräfte in Schach. Aufgrund der schweren Zugänglichkeit und des sich rasch ausbreitenden Feuers wurden weitere Einsatzkräfte aus dem Landkreis hinzugezogen. Erste Löschversuche vom Boot der Lüneburger Feuerwehr wurden dann durch weitere Boote der DLRG unterstützt. Auf der Straßenseite wurden zwei Drehleitern und die Lüneburger Hubarbeitsbühne in Stellung gebracht. Zusätzlich kam ein Autokran mit Korb Am Stintmarkt zum Einsatz, um Einsatzkräfte über das Dach zur Wasserseite zu bringen. Weitere Kräfte löschten von den seitlichen Gebäuden.

Aufgrund der Einsturzgefahr des Gebäudes wurde der Feuerwehr von einem Statiker geraten das Gebäude zu verlassen. Somit konnte nun nur noch von außen gegen die Flammen vorgegangen werden. Wenig später stürzten Deckenteile im Gebäude ein. Um weitere Löschmöglichkeiten von der Wasserseite aus zu erhalten rückte die Hamburger Feuerwehr mit einer 53 Meter hohen Hubarbeitsbühne an und brachte diesen als Wasserwerfer zum Einsatz. Parallel rückte das THW Uelzen nach Rücksprache mit Lüneburger Führungskräften des THW an, um Schwimmpontons als Plattform für Wasserwerfer in Stellung zu bringen.

Alle Anwohner der Straße am Stintmarkt mussten Ihre Häuser verlassen und können frühestens morgen wieder zurückkehren. Die Hansestadt Lüneburg hat bereits Unterkünfte bereitgestellt. Alle Anwohner wurden vom Rettungsdienst und einem Seelsorger betreut. Ebenfalls wurde ein Bürgertelefon der Hansestadt Lüneburg eingerichtet.

 

Aufgrund der Einsturzgefahr können Brandherde im Inneren des Gebäudes nicht erreicht werden. Ein Abbruchunternehmen wurde nun damit beauftragt, das Gebäude Stück für Stück abzutragen und so Zugänge zu schaffen. Zur Stunde ist unklar, wie lange der Einsatz andauern wird.

 

Zu genauen Zahlen kann derzeit noch keine zuverlässige Angabe gemacht werden, da weitere Einsatzkräfte zur Ablösung der erschöpften Kräfte in Bereitstellung stehen.

 

Für Medienvertreter wurde eine gemeinsame Pressestelle der Feuerwehr und Polizei eingerichtet.

 

In den frühen Abendstunden kam es zu einem weiteren Einsatz. Parallel zu den Löscharbeiten am Stintmarkt rückte die eingerichtete Bereitschaft, bestehend aus Einheiten der umliegenen Gemeinden, zu einem Kellerbrand in den Stadtteil Kaltenmoor aus. “Kellerbrand – Menschenleben in Gefahr”. Es wurden 32 Personen teilweise über Dreh- sowie tragbare Leitern und über den Treppenraum aus dem Gebäude geholt. Die Feuerwehren Reinstorf, Scharnebeck, Bleckede und Lüneburg waren hier unter Einsatzleitung von Meral Fischer im Einsatz. Zwei Personen (1x Rauchgasvergiftung und einmal ein Epileptischer Anfall) wurden ins Klinikum gebracht. Insgesamt waren rund 45 Kräfte im Einsatz.

Fotos Stintmarkt:              Daniel Roemer, PS-V

Fotos Kaltenmoor:            Carsten Schmidt, Pressesprecher Feuerwehr der Stadt Bleckede

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