Besucher Statistik

Frontent
Online:
7
Besucher heute:
24
Besucher gesamt:
465.814
Besucher pro Tag: Ø
324
Zählung seit:
 01.10.2006

Werksfeuerwehr Johnson Controls

Wir über uns :

Werkfeuerwehr Johnson Controls Interiors GmbH & Co KG, Werk Lüneburg

 

Schadenverhütung und -kontrolle soll als permanenter Bestandteil unserer Arbeit dazu beitragen die Risiken durch Brand oder sonstige Gefahren zu vermeiden oder zu verringern und somit die Gesundheit der Menschen zu schützen und der Zerstörung von Sachwerten entgegen zu wirken.

 

Die nebenberufliche Werkfeuerwehr Johnson Control ist nach Auflösung der Bezirksregierungen der Polizeidirektion Lüneburg als Aufsichtsbehörde unterstellt und anerkannt.

 

Zur Zeit ist die Werkfeuerwehr der Firma Johnson Controls die einzigste anerkannte Werkfeuerwehr im Landkreis Lüneburg.

 

Der jetzigen Polizeidirektion sind 2 anerkannte Werkfeuerwehren unterstellt. Davon sind 2 WF mit hauptamtlichen Kräften besetzt. Alle anderen sind nebenberufliche Werkfeuerwehren.

 

Auf Grund des hohen Brandpotenzials, das durch die Folge des Herstellungsprinzips und den dabei zu verarbeitenden Werkstoff (Holzhackschnitzel und Zellulose) entsteht, beschloss die damalige Geschäftsleitung 1976 die Aufstellung einer Betriebsfeuerwehr bei Fa. Johnson Controls (ehem. Fibrit)

 

Als erster Leiter der damaligen Betriebsfeuerwehr Werk 1 wurde die damalige Sicherheitsfachkraft Kamerad Jürgen Rose eingesetzt. Durch seine aktive Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Lüneburg Mitte unter anderem als Ausbilder in der Feuerwehr, war Kamerad Rose kurzfristig in der Lage geeignetes Firmenpersonal auszubilden.

 

Mit 9 Kameraden, davon waren einige Mitglied bei Freiwilligen Feuerwehren, konnte Kamerad Rose den Aufbau beginnen.

 

Gleichzeitig wurde das benötigte, feuerwehrtechnische Material, und die erste persönliche Schutzausrüstung angeschafft, (blaue Einsatzjacke, Feuerwehrhelm mit Nackenleder und schwarzem Regenmantel mit Sicherheitsstiefel und Latzhose wurden die Kameraden später ausgerüstet.


Als erstes Löschfahrzeug wurde ein Handwagen so umgebaut das dort feuerwehrtechnisches Gerät verlastet werden konnte (siehe Foto).


Abmarsch zur Monatsübung 1984


Nach erfolgreicher Übung an der Ilmenau

v.links: O.Albers, G.Müller, H-W.Barthels, R.Boba, H.Borchmann, J.Moos, J.Rose, D.Heidorn, knieend: W.Clavien

 

Als erste Feuerlöschpumpe diente eine umgebaute Kreiselpumpe mit Elektromotor ( ist heute noch als Lenzpumpe im Einsatz )

 

Diese Pumpe wurde im Jahr 1980 gegen eine neue TS 8/8 mit Wasserringentlüftungeinrichtung ausgetauscht.

 

Im Mai 1991 wurde ein gebrauchtes Tragkraftspritzenfahrzeug der Fa. Ziegler auf Ford Transit Fahrgestell von der Stadt Bleckede erworben.

 

1994 wird die im Werk 1 vorhandene TS gegen eine neue, modernere Tragkraftspritze Hersteller Rosenbauer Type Fox getauscht.

 

Durch die damals angewandte Absaugtechnik der Dämpfe und der starken Flusenbildung des Holzfaserformstoffes, war es an der Tagesordnung kleine Brände der mit Thermoöl beheizten Werkzeuge zu löschen. Heute sind durch verbesserte Werkstoffe und Presstechniken die Flusenbildungen auf ein minimum gesenkt und die Absaugtechnik verbessert worden.

 

Ein größeres Feuer brach 1987 im Werk 1 durch freiwerden von heißem Thermalöl in dem Pumpenraum 2 aus.


Die durch Sirenenalarm alarmierte Betriebsfeuerwehr, stellte beim eintreffen am Einsatzort ein Vollbrand im Pumpenraum 1 fest. Gleichzeitig wurde die Freiwillige Feuerwehr Lüneburg Mitte alarmiert.

 

Durch die tatkräftige Unterstützung der FF Lüneburg Mitte konnte das Feuer schnell gelöscht werden und ein größerer Sachschaden abgewendet werden.

 

Das tragische bei diesem Einsatz war, dass bei den Nachlöscharbeiten eine leblose Person in dem Pumpenraum gefunden wurde. Bei der späteren Rekonstruktion des Vorfalls stellte sich heraus das dort ein betriebseigener Schlosser eine heiße Thermoölleitung reparieren sollte.Hierbei trat unter Druck Thermoöl aus und hat sich in Verbindung mit Sauerstoff entzündet.Die in den Pumpenraum aufgefundene Person ist an den Folgen der schweren Verbrennungen verstorben.

 

Bei diesem Feuer hat sich die Aufstellung einer Betriebsfeuerwehr bewährt. Was sich Jahre später bei einem Großbrand im Werk 2 bestätigte.

 

Zwischenzeitlich hatte Herr Jürgen Rose die Firma verlassen. Als seinen Nachfolger wurde die Sicherheitsfachkraft Herr Sönke eingesetzt der die Tätigkeit bis 1988 für das Werk 1 abdeckte.

 

Im April 1988 wechselte Herr Fr.-Wilh.Näfke aus dem Werk 2 in die Arbeitvorbereitung Werk 1 und übernahm auch die Verantwortung für den Brandschutz im Werk 1.

 

Am 5.Juli 1991 wurde der Antrag als anerkannte nebenberufliche Werkfeuerwehr Werk 1 bei der Bezirksregierung Lüneburg gestellt. Die Anerkennung wurde von der Bezirksregierung Lüneburg nachdem alle gestellten Auflagen erfüllt waren am 8.08.1991 als Feuerwehr mit Grundausstattung erteilt.

 

Die Grundaustattung an feuerwehrtechnischem Geräten und Schutzausrüstung wurde in den nächsten Jahren erweitert und nach den Erfordernissen angepaßt.


Auf Grund der guten Auftragslage wird 1973 mit dem Aufbau des Werkes 2 in der Lüner Renn -bahn 13 begonnen.

 

Im Jahr 1984 wurde durch die Geschäftsleitung auch für das Werk 2 die Aufstellung einer Betriebs Feuerwehr gefordert.

 

Auch hier mußte von Null begonnen werden. Für den Aufbau und als Leiter wurde Herr Friedrich – Wilhelm Näfke eingesetzt, der nun die Aufgabe hatte neben seiner beruflichen Tätigkeit die feuerwehrtechnischen Materialien zu beschaffen und geeignetes Personal zu suchen.

 

Das geeignete Personal war schnell gefunden denn auch hier waren einige Mitarbeiter bereits Mitglieder in Freiwilligen Feuerwehren. Als Verteter für Herr Näfke wurde Herr Hans Artur Flemming damals OBM bei der Freiwilligen Feuerwehr Rullstorf eingesetzt.

 

Als erstes Transportmittel der zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehrausrüstung dienten Gitterboxen und Transportgestelle die mit Gabelstaplern transportiert wurden.

 

Eine gebrauchte Tragkraftspritze musste auf einer Euro Palette mit einem Gabelstapler zum Einsatzort gebracht werden.


Die Ausrüstung hatte den Stand einer Feuerwehr mit Grundausstattung.

Übungsdienste wurden wie im Werk 1 am ersten Mittwoch im Monat durchgeführt.

 

Durch einen Arbeitsplatzwechsel von Herrn Näfke 1988 in das Werk 1 wurde Herr Artur Flemming nach Genehmigung durch den Leiter des Branddezernates der Bezirksregierung Lüneburg Herr Brandoberrat Loy als neuer Leiter der Werkfeuerwehr Werk 2 eingesetzt.

 

Am 16.06.1993 wurde bei der Bezirksregierung Lüneburg der Antrag als nebenberufliche Werkkfeuer-wehr Werk 2 gestellt. Um die Auflagen der Bezirksregierung zur Anerkennung zu erfüllen wurde die feuerwehrtechnische Ausrüstung modernisiert.


Ein Feuerwehrfahrzeug OPEL Blitz, vormals eingesetzt als Gerätewagen bei der FTZ in Elmenhorst konnte günstig erworben werden. Dieses Fahrzeug wurde von den Mitgliedern der Werkfeuerwehr als LF 8 umgerüstet und die feuerwehrtechnische Beladung von den Gitterboxen und Transportgestellen in das neue Löschfahrzeug umgelagert. Gleichzeitig wurde eine neue Tragkraftspritz TS 8/8 der Firma Rosenbauer Type Fox gekauft und in das neue Fahrzeug verlastet.

 

 

Die Anerkennung wurde, nachdem die Auflagen erfüllt waren, am 03.08.1993 von der Bezirksregierung Lüneburg erteilt.

 

Nun hatten beide Werke eigene anerkannte nebenberufliche Werkfeuerwehren.

 

Seit dem 01.10.1995 wird die Werkfeuerwehr Werk 2 von Kamerad Wilhelm Laue geführt.

 

Als Stellvertreter ist Herr Hans-Artur Flemming eingesetzt.

 

Am 04.02.1999 wurde eine Lagerhalle im Werk 2 an der Lüner Rennbahn durch ein Großfeuer zerstört. Nur durch das schnelle und gezielte eingreifen beider Werkfeuerwehren und den Einsatz der Feuerwehr Lüneburg konnte ein übergreifen der Flammen auf andere Hallen verhindert werden.

 

Bei diesem Einsatz wurden insgesamt 160 Feuerwehrmänner und Frauen eingesetzt.

 

Es entstand eine Schadenshöhe von ca. 4 Mio. €.

 

Der erhaltene Wert wurde mit ca 160 Mio € angesetzt.


Der vorbeugende und abwehrende Brandschutz wird laufend durch Begehungen mit unseren Sachversicher ständig überprüft, in Maßnahmeblätter festgehalten und abgearbeitet.

 

Beide Werke sind flächendecked mit einer Brandmeldeanlage und einem Sprinklersystem ausgerüstet. Durch den Besuch der Feuerwehrschulen auf Kreis bzw. Landesebene und durch interne Schulungen werden die Mitglieder der Werkfeuerwehr ständig weitergebildet.

 

Dieses Wissen wird durch Übungsdienste oder bei gemeinsamen Übungen mit der Feuerwehr Lüneburg gefestigt.

 

Pro Jahr werden von den beiden Werkfeuerwehren Durchschnilttlich 2 – 3 Einsätze mit Alarmierung und 10 – 15 Einsätze ohne Alarmierung abgearbeitet. Bei den Einsätzen ohne Alarmierung handelt es sich um Kleinstbrände die durch Ablagerungen in den Pressenformen entstehen.


Eine Alarmierung der Einsatzkräfte ist durch Funkmeldempfänger jederzeit gewährleistet, so dass auch in betriebsfreien Zeiten die Mitglieder der WF alarmiert werden können.

 

Desweiteren werden jährlich bei den Betriebsversammlungen Brandsicherheitswachdienste gestellt. Im Jahr werden 11 Übungsdienste angesetzt. Bei diesen Übungen wird die Ausbildung nach den Feuerwehrdienstvorschriften vorgenommen.

 

Beim Bruch des Elbeseitenkanals 1976 und den beiden Elbehochwasser 2002 und 2006 wurde Personal der Werkfeuerwehr zur Gefahrenabwehr freigestellt.


Mannschaftsstärke am 31.01.07 : 39 Kameraden ( 19 Kameraden Werk 1, 20 Kameraden Werk 2 )



Leiter der Werkfeuerwehren
Werk 1

Friedrich Wilhelm Näfke

Vertreter: Werner Clavien

Werk 2

Wilhelm Laue

Vertreter: Hans-Artur Flemming

 

Die Geschäftsführung unterstützt und fördert die vorbeugende Schadenverhütung durch kontinuierliche Verbesserungen der Maßnahmen zur Verringerung der Schadenhäufigkeit und des Schadenpotentials.

  

Die Ausrüstung der Werkfeuerwehr Werk 1 am 31.01.07:
Funkrufname : Florian Lüneburg 93 – 26

1 TSF – Fahrzeug Ford Transit

1 Tragkraftspritze TS 8/8 Fa. Rosenbauer Fox

4 Atemschutzgeräte Fa.Dräger Type: PSS 90

4 Handsprechgeräte 2 m Band

1 Fahrzeugfunkgerät 4 m Band

2 mobileSchaumlöschanhänger je 250 Liter Schaum Fa. Gloria Type : S 250

4 mobile Trockenlöschlöscher Gloria P 50

1 Mittelschaumrohr,Zumischer und ca.320 Liter Schaummittel.

4 Dichtkissen verschiedener Durchmesser.

1 mobiles Notstromaggregat mit Hatz Dieselmotor 12 kvA Leistung

Beleuchtungsgerät,Kabeltrommeln usw.

diverse Feuerwehrarmaturen ,Schläuche,Leinen,ca .150 Handfeuerlöscher verschiedener Löschmittel usw.

 

 

Die Ausrüstung der Werkfeuerwehr Werk 2 am 31.01.07:
Funkrufname : Florian Lüneburg 93 – 27

1 LF 8 – Fahrzeug Opel Blitz

1 Tragkraftspritze TS 8/8 Fa. Rosenbauer Fox

4 Atemschutzgeräte Fa.Dräger Type: PSS 90

4 Handsprechgeräte 2 m Band

1 Fahrzeugfunkgerät 4 m Band

1 Mittelschaumrohr,Zumischer und Zubehör.

4 Dichtkissen verschiedener Durchmesser.

1 mobiles Notstromaggregat mit Hatz Dieselmotor 12 kvA Leistung

Beleuchtungsgerät,Kabeltrommeln usw.

diverse Feuerwehrarmaturen, Schläuche, Leinen,ca.250 Handfeuerlöscher verschiedener Löschmitel