Feuerwehrsport
TRAININGSZEITEN
In den Ferien findet der Sport statt !!
Jeden Dienstag von 19.00 – 21.00 Uhr in der Turnhalle der Grundschule beim Kloster Lüne.
Trainingsprogramm:
- Aufwärmen, Dehnen, Lockern
- Geräteaufbau
- Zirkeltraining an spezifischen Einzelstationen
- Geräteabbau
- Spiele nach Mehrheitswunsch
OPTIONAL
Anmeldung erforderlich unter: info@sauer-design.de
Jeden Donnerstag Schwimmtraining in Hallen- oder Freibädern.
Trainingsprogramm:
- Dehnen, Lockern
- Extensives Freistilschwimmen von beliebiger Dauer in Bahnen.
- Möglichkeit zur Schulung in den Schwimmarten Brust, Kraul, Rücken und Delphin
- Geräteloses Tauchen mit Möglichkeit zur Schulung in den Bereichen Atemtechnik, Streckentauchen, Tieftauchen.
Jedes Wochenende in eigenständiger Form.
Trainingsprogramm wahlweise:
- Radfahren (Anleitung möglich)
- Rudern (Anleitung und Bootsplatzvermittlung möglich)
- Laufen (Anleitung möglich)
- Diverse Sportarten
Die optional angebotenen Trainingsmöglichkeiten sollen ein Training zur effektiven Gewichtsreduzierung und/oder eine erhebliche Steigerung der Leistungsfähigkeit ermöglichen. Individuelle Konzepte können hierfür zusammen entwickelt werden. In dem Kapitel „Konzept“ ist dargelegt, wie ein Kompensationstraining wirkt. Zur grundlegenden Fitness ist die Wahrnehmung des Termins am Dienstag ausreichend.
Kritik und Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht. Wer oder was ist schon ohne Fehler?
Konzept zur physischen Leistungsertüchtigung.
Fachbereichsleiter für das Sportwesen bei der Freiwilligen Feuerwehr Lüneburg:
Wolf-Rüdiger Sauer, 21339 Lüneburg, info@sauer-design.de
Methode:
Feststellung der individuellen Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen durch einen Konkoni-Test. Dabei handelt es sich um eine Leistungsmessung unter Pulsbeobachtung. Es erfolgen jeweils eine Warm- und eine Kaltmessung. Die Kaltmessung wird ohne ein vorheriges Aufwärmen des Trainierenden vorgenommen, die Warmmessung nach einer dosierten Trainingseinheit. Der Konkoni-Test findet auf dem Ruderergometer statt. Es wird dort eine konstant zu erbringende Leistung im Minutentakt stufenweise gesteigert. Dabei wird die Pulsfrequenz protokolliert. Mit steigender Belastung wird sich der Puls erhöhen. An einem individuell liegendem Punkt dieser beiden entstehenden Kurven steigt die Pulsfrequenz trotz wachsender Belastung eine Zeitspanne lang nicht an, um dann, bei weiter andauernder Belastung schlagartig nach oben zu schnellen. Dieser Punkt wird als aerobe Schwelle bezeichnet. Unterhalb dieses Schwellwertes liegende Pulsfrequenzen sichern eine aerobe sportliche Tätigkeit ohne Laktatbildung. (Aerob bedeutet Muskeltätigkeit bei ausreichender Sauerstoffversorgung der Muskelzelle) Diese Schwelle darf bei untrainierten Probanden nicht überschritten werden, um ein nicht kalkulierbares Kollabieren zu vermeiden. Ein sinnvolles Aufbautraining findet demnach im aeroben Bereich statt und bildet das Startfenster eines Trainingsprogramms. Soweit, so gut. Das Problem liegt in der individuellen Unterschiedlichkeit dieser Schwellen in einer Anfänger-Trainingsgruppe. Außerdem muss jeder Trainierende über eine eigene Pulsuhr verfügen. Sind die Trainingsinhalte so gestaltet, dass eine individuelle Dosierung der Übungsumfänge möglich ist und stehen die erforderlichen Pulsuhren zur Verfügung, ist ein optimales individuelles Training auch in einer Gruppe möglich. Da die gegebene Alterststruktur innerhalb der Trainingsgruppe Fakt ist, ist nur ein so beschriebenes Training sinnvoll und zu verantworten. Daraus folgt die konkrete Gestaltung von, im Detail:
Trainingsblock I
Aufwärmphase in Form von lockerem Laufen oder Traben mit integrierten Dehnungs- und Lockerungsübungen zur Vorbereitung des gesamten Bewegungsaparates. Nicht nur zum üblichen Aufwärmen der Muskulatur. Dauer 10-15 Minuten.
Dann folgen diverse Stationsübungen. Jede Station ist für eine andere Gruppe des Bewegungsaparates spezifiziert. (Zirkeltraining) Auf jeder Station ist eine Verweildauer von einer Minute vorgesehen, gefolgt von einer erholsamen Pause. Der Vorteil liegt in der Möglichkeit, die Übung jederzeit abbrechen zu können, da jeder Trainierende seine Station allein besetzt. So können trainierte und untrainierte Sportler problemlos gleichzeitig miteinander trainieren. Es müssen dann nur mindestens ebenso viele Stationen wie Sportler vorhanden sein. Die Auslegungen der Stationen prägen durch deren jeweilige Gestaltung eine wellenförmige Belastungskurve. Es folgen niemals zwei intensive Belastungen aufeinander. Dauer 20-60 Minuten.
Um auf Dauer eine konstante Trainingsmotivation zu erhalten, müssen Spiele nach Wahl der anwesenden Sportler zwingende Trainingsinhalte sein. Daraus folgt die konkrete Gestaltung von, im Detail:
Trainingsblock II
Gesamtmotorische und koordinative Übungen. Im Klartext, Spiele wie Hallenfußball, Volleyball, Basketball, etc. Dieser Block ist zur Anpassung aller Komponenten vorangegangener Spezialübungen aneinander und zur Verknüpfung neuer erlangter Leistungsfähigkeiten miteinander unentbehrlich. Man will ja keine Mutanten züchten. Und genau an dieser Stelle unterscheiden sich gesamtkonstitutionelle Trainingsmethoden von denen vieler Sportstudios. Dort ist in der Regel keine Halle für Ballspiele vorhanden. Die Ergebnisse lassen sich dann im Sommer in jeder Badeanstalt bewundern. Männer die vor lauter Muskeln nahezu bewegungsgehemmt sind und Frauen mit kosmetisch geformten Körpern. Trainingsmethodisch spricht man von der Verhältnismäßigkeit von Ausdauer, Kraftausdauer, Kraftfähigkeit und Koordinationsfähigkeit zueinander. Ein von Grund auf gesundes und ertüchtigendes Training muss alle diese Komponenten im gleichen Maße berücksichtigen.
Ein einmal wöchentlich durchgeführtes Aufbautraining vorab beschriebenen Umfanges, würde zum Erwerb von fundamentaler Leistungsfähigkeit und deren Erhalt eben ausreichen. Besser wäre ein Training auf der Kompensationswelle. Man spricht hier von der Superkompensation. Hier wird die Eigenschaft des menschlichen Körpers beschrieben, eine Spitzenbelastung „im Gedächtnis zu speichern“. Einer erholsamen Pause von zwei bis vier Tagen folgend, kann eine wiederholte Spitzenbelastung etwas umfangreicher sein. Darauf folgen wieder eine erholsame Pause von zwei bis vier Tagen und die nächste Spitzenbelastung und immer so weiter. So können in kürzester Zeit Spitzenleistungen antrainiert werden. Zu bedenken ist aber, dass sich die Trainingsbelastung dazu im anaeroben Bereich abspielen muss. Diese Methode kommt also nur für trainierte Sportler in Frage. Es kommt zum ATP-Zerfall unter Bildung von Laktat. Dieser Laktatwert muss nicht unbedingt gemessen werden. Eine solche Messung würde erst erforderlich werden, wenn das Training bis zum mitochondrialen Memory-Effekt hin gesteigert werden sollte. Dabei würde es sich dann aber auch um ein Hochleistungstraining im Spitzensport handeln. Ein gefühlvoll dosiertes, leicht anaerobes Training auf der Kompensationswelle, stellt das Optimum dar. Daraus folgt die konkrete Gestaltung von, im Detail:
Trainingsblock III
Unter ganzheitlichen Aspekten bildet eine größtmögliche Übungsvielfalt den größten Vorteil für den Trainierenden. Die Feuerwehr verfügt über eine Nutzungszeit in der Schwimmhalle. Ein zweiter Trainingsblock in Form von Schwimmübungen wäre eine tolle Sache. Das Bewegen im Wasser ist für die Gelenke Sonderurlaub. Der Trainingseffekt für die aduktorische und tonische Muskulatur ist optimal. Diese Muskeln spielen eine Rolle bei der Steuerung der Hauptmuskelgruppen. Das besonnene Schwimmen von einigen Bahnen im Becken spricht sowohl psychologisch als auch motorisch weitere Bereiche im Körper an. Durch die „Schwerelosigkeit“ im Wasser bietet sich hier ein Sportplatz für übergewichtige oder gelenkgeschädigte Sportler. In Kombination von Block I und II mit Block III ließe sich ein einfaches Kompensationstraining gestalten.
Hochleistungstraining
Einige unter uns betreiben Hochleistungssport. Die dazu erforderlichen Trainingsbedingungen sind gegeben und wirken sich nicht störend auf den Haupttrainingsbetrieb aus. Es kann also parallel ein Hochleistungstraining durchgeführt werden. Laktatmessungen können von mir durchgeführt werden.
Dokumentation
Über die Ergebnisse der Konkoni-Tests wird Buch geführt. Diese Tests werden zu Beginn des aeroben Trainings alle vier Wochen angeboten. Auf Wunsch werden Daten von ambitionierten Trainierenden erfasst und ausgewertet. Die erforderlichen Ergometer stehen bei uns im Privathaus. Es können Termine zur Durchführung vereinbart werden. Ein Duschraum steht zur Verfügung.
Lokalität
Sporthalle Kloster Lüne.
Dienstags von 19.00 – 21.00Uhr